ZTNA: Zero Trust Network Access

Die Entwicklung des Zero-Trust-Sicherheitskonzepts und 5β€―SchlΓΌsselkomponenten

Was ist das Zero-Trust-Sicherheitskonzept?

Der Ausgangspunkt des Zero-Trust-Sicherheitskonzepts ist, dass alle Systeme den Zugriff kontrollieren und diesen standardmÀßig verweigern. Zero Trust bedeutet, dass Sicherheitskontrollen so eingerichtet werden, dass sie niemandem von vornherein vertrauen, sondern annehmen, dass alle Konten und GerÀte eventuell gefÀhrdet sind.

In der Vergangenheit gab es in den meisten Unternehmen ein gesichertes Unternehmensnetzwerk, bei dem sich die Angestellten über lokale Workstations oder per VPN anmelden konnten. Verbindungen von außen wurden als nicht vertrauenswürdig eingestuft, wÀhrend Konten, die für den Zugriff auf das Netzwerk autorisiert waren, als vertrauenswürdig galten. Dies ist in den verteilten IT-Umgebungen von heute nicht mehr sinnvoll. Die Zero-Trust-MentalitÀt zeigt, dass Unternehmen es sich nicht mehr leisten kânnen, jeder EntitÀt innerhalb des Netzwerks zu vertrauen.

Die aktuellen Entwicklungen in der Sicherheitslandschaft, wie der Übergang zur Remotearbeit und die Zunahme von Lieferkettenangriffen, belegen die Notwendigkeit einer Zero-Trust-Architektur. Bisher vertrauenswΓΌrdige Komponenten, z.β€―B. die eigenen Mitarbeiter und die IT-Verwaltungskomponenten eines Unternehmens, kΓΆnnen nun zu einem Ziel von Cyberangriffen werden. Aus diesem Grund ist es fΓΌr Unternehmen unverzichtbar, Zero-Trust-Sicherheitsmodelle und unterstΓΌtzende TechnologielΓΆsungen, insbesondereΒ Zero Trust Network Access (ZTNA), einzufΓΌhren.

Warum wurde ein Zero-Trust-Sicherheitskonzept entwickelt?

Bei herkΓΆmmlichen Sicherheitskonzepten war der Standort ein Kriterium fΓΌr Vertrauen. Einem Mitarbeiter in einem BΓΌro wurde automatisch vertraut, da er sich beim Zugang zum BΓΌro einer IdentitΓ€tskontrolle unterzog und die richtigen Anmeldedaten fΓΌr die Verbindung mit dem Netzwerk angab. Alles, was sich innerhalb der Unternehmens- und Netzwerkgrenzen befand, wurde als vertrauenswΓΌrdig und alles andere als bedrohlich eingestuft.

Doch Bedrohungen kΓΆnnen auch in das Netzwerk eindringen und sich lateral ausbreiten. Angreifer kΓΆnnen ein Benutzerkonto kompromittieren oder auf andere Weise auf ein System innerhalb des Netzwerks zugreifen. Dann haben Sie die MΓΆglichkeit, sich schrittweise Zugang zu anderen Konten und Systemen zu verschaffen. Social Engineering, Malware und bΓΆswillige Insider-Angriffe sind gΓ€ngige Wege, ΓΌber die Angreifer in ein Netzwerk eindringen und das bestehende vertrauensbasierte Modell umgehen kΓΆnnen.

Zwar war es schon immer mâglich, dass Angreifer innerhalb der Unternehmensumgebung lauern, doch in heutigen IT-Umgebungen ist dies ein weitaus grâßeres Risiko. Durch die Einführung von Cloudservices, mobilen Anwendungen und Remotearbeit werden klassische grenzbezogene Sicherheitsmodelle weiter geschwÀcht.

Verwandtes Thema: Lesen Sie unseren Leitfaden zu denΒ Zero-Trust-Prinzipien.

Treibende Faktoren fΓΌr das Zero-Trust-Sicherheitsmodell

Die folgenden Trends in den IT-Umgebungen von heute treiben die EinfΓΌhrung des Zero-Trust-Sicherheitsmodells voran.

Cloudnutzung

Als die Cloud noch in den Kinderschuhen steckte, lΓΆsten Cloudmigrationen ernsthafte Sicherheitsbedenken aus. Unternehmen scheuten davor zurΓΌck, ihre IT-Infrastruktur an einen Drittanbieter auszulagern, da sie einen Kontrollverlust befΓΌrchteten.

Inzwischen ist die Cloud allgegenwΓ€rtig, auch fΓΌr vertrauliche und unternehmenskritische Anwendungen. Insbesondere als Folge der Corona-Pandemie nimmt die Cloudnutzung weiter zu. Umfragen zeigen, dass die meisten Unternehmen die Cloud aufgrund der Umstellung auf Remotearbeit verstΓ€rkt nutzen.

Das Cloud Computing bringt VerΓ€nderungen in den Bereichen Unternehmenszugang und -sicherheit mit sich. Eine dezentralisierte Infrastruktur hat zur Folge, dass jegliche Sicherheitstechnologie fΓΌr Peripherie- bzw. EndgerΓ€te nicht mehr ausreicht. Da eine SaaS-Anwendung nicht im Unternehmensnetzwerk gehostet wird und das Unternehmen keine Kontrolle ΓΌber den Server hat, wird diese nicht durch Firewall des Unternehmensnetzwerk geschΓΌtzt Sicherheitsfunktionen und Zugangskontrollen mΓΌssen dort implementiert werden, wo sich Daten, Benutzer und GerΓ€te befinden.

Bringen Sie Ihr eigenes GerΓ€t mit

Bei der Strategie BYOD (Bring Your Own Device) dΓΌrfen Mitarbeiter eines Unternehmens ihre privaten GerΓ€te fΓΌr Arbeitszwecke nutzen. Hierzu gehΓΆren TΓ€tigkeiten wie der Zugriff auf E-Mails, die Verbindung zu einem Unternehmensnetzwerk und der Zugriff auf Unternehmensanwendungen und -daten.

Beispiele für BYOD-GerÀte sind Laptops, Smartphones und andere MobilgerÀte sowie Speichermedien wie USB-Laufwerke und externe Festplatten. BYOD hat sowohl für Mitarbeiter (die mit selbst gewÀhlten GerÀten produktiver arbeiten kânnen) als auch für Unternehmen (die Kosten für die Anschaffung und Wartung von Hardware sparen) große Vorteile. Aber diese Lâsung bringt auch ernstzunehmende Sicherheitsrisiken mit sich.

Wenn Unternehmen BYOD einfΓΌhren, mΓΌssen sie ΓΌber eine zuverlΓ€ssige Authentifizierungsmethode fΓΌr Benutzer auf privaten GerΓ€ten verfΓΌgen und eine kontextbezogene Bewertung von Zugriffsanfragen durchfΓΌhren. So sollten zum Beispiel Benutzer, die sich um 3 Uhr nachts von einem privaten GerΓ€t aus anmelden, anders behandelt werden, als wenn sie sich um 14 Uhr von einem Arbeitsplatz im BΓΌro aus anmelden wΓΌrden.

Zero Trust eignet sich sehr gut fΓΌr BYOD-AnwendungsfΓ€lle und stellt eine LΓΆsung fΓΌr einen differenzierten, sicheren Remotezugriff auf Anwendungen bei gleichzeitig geringerem Verwaltungsaufwand dar. Zero Trust Network Access (ZTNA) ist eine SicherheitslΓΆsung, mit der sich die Herausforderungen in puncto Sicherheit, Verwaltbarkeit und Benutzerfreundlichkeit von BYOD-GerΓ€ten in den Griff bekommen lassen.

MobilitΓ€tslΓΆsungen

In den heutigen Arbeitsumgebungen kânnen Mitarbeiter von überall aus arbeiten und erledigen ihre Aufgaben hÀufig auch außerhalb der GeschÀftszeiten. Dies steigert zwar die ProduktivitÀt, erschwert aber auch die Zugriffskontrolle.

Es passiert nicht selten, dass Mitarbeiter beim Zugriff auf Unternehmenssysteme Grenzen von Netzwerken ΓΌberschreiten, auch von solchen, die als Bedrohung eingestuft werden. Wie lΓ€sst sich ein sicherer Remotezugriff auf Unternehmensressourcen erreichen?

Meist kommen Remotezugriffsservices wie Virtual Private Network (VPN), Remote Desktop Service (RDS), Virtual Desktop Infrastructure (VDI) und Desktop-as-a-Service (DaaS) zum Einsatz. Doch diese LΓΆsungen sind nicht fΓΌr eine Mobile-First-Umgebung konzipiert und bieten keinen ausreichenden Schutz.

Mit Zero-Trust-LΓΆsungen wie ZTNA kΓΆnnen Unternehmen den Remotezugriff kontrollieren und standardisieren. Einerseits erhalten Mitarbeiter so die Freiheit, von verschiedenen Orten und zu beliebigen Zeiten auf das Netzwerk zuzugreifen, ohne auf bestimmte Schnittstellen wie umstΓ€ndliche virtuelle Desktops beschrΓ€nkt zu sein. Andererseits fΓΌhren sie eine sinnvolle Authentifizierung der Mitarbeiter durch und beschrΓ€nken fΓΌr RisikofΓ€lle den Zugriff auf sensible Ressourcen.

Verwandtes Thema: Lesen Sie unseren Leitfaden zumΒ Zero-Trust-Zugriff.

5 SchlΓΌsselkomponenten der Zero-Trust-Sicherheitsarchitektur

Die FΓΌrsprecher von Zero Trust betonen, dass es sich um ein Modell handelt, nicht um eine Technologie. Daher kann jedes Unternehmen Zero Trust auf seine eigene Art und Weise umsetzen. Es gibt jedoch fΓΌnf Technologiekomponenten, die sich als grundlegende Bausteine einer Zero-Trust-Architektur durchgesetzt haben.

1. Zero Trust Network Access (ZTNA)

Mit einer ZTNA-LΓΆsung lΓ€sst sich eine Zero-Trust-Strategie im gesamten Unternehmensnetzwerk implementieren und durchsetzen. Benutzern, die versuchen, eine Verbindung zu den Systemen und Anwendungen eines Unternehmens herzustellen, wird dies nur dann gewΓ€hrt, wenn sie den Zugang dazu ausdrΓΌcklich fΓΌr ihre TΓ€tigkeit benΓΆtigen.

ZTNA gibt es in verschiedenen Varianten:

  • Gateway-Integration:Β Die ZTNA-Funktionen werden als Teil eines Netzwerk-Gateways implementiert. Die Netzwerkgrenzen ΓΌberschreitender Datenverkehr wird vom Gateway anhand der festgelegten Richtlinien fΓΌr die Zugriffskontrolle gefiltert.
  • SD-WAN:Β Mit einer SD-WAN-LΓΆsung wird die Vernetzung innerhalb eines Unternehmens-WANs optimiert. Sichere SD-WAN-LΓΆsungen statten die Netzwerkinfrastruktur mit einem kompletten Security-Stack aus, der auch ZTNA-Funktionen beinhalten kann. Ein SD-WAN mit integrierten ZTNA-Funktionen ermΓΆglicht eine durchdachte, zentralisierte Zugriffskontrolle.
  • Secure Access Service Edge (SASE):Β SASEβ€―Β ist eine vielseitige LΓΆsung, die Secure Web Gateway (SWG), Firewall-as-a-Service (FWaaS), einen Cloud Security Access Broker (CASB) sowie ZTNA umfasst. SASE ist eine ganzheitliche LΓΆsung fΓΌr Unternehmensnetzwerke, die das Zero-Trust-Modell maßgeblich unterstΓΌtzt.

2. Mehrstufige Authentifizierung

Bei der mehrstufigen Authentifizierung (MFA, Multi-Factor Authentication) wird die BenutzeridentitΓ€t vor der GewΓ€hrung des Zugriffs ΓΌberprΓΌft. Zu diesen ÜberprΓΌfungen gehΓΆren Sicherheitsfragen, eine BestΓ€tigungs-E-Mail, Textnachrichten, Sicherheits-Token oder auch biometrische ID-PrΓΌfungen. Die Implementierung von MFA an jedem Zugangspunkt – sowohl fΓΌr eingehenden Datenverkehr als auch fΓΌr Verbindungen innerhalb des Netzwerks – ist eine Voraussetzung fΓΌr Zero Trust.

3. Überwachung in Echtzeit

Das Netzwerk wird fortlaufend in Echtzeit ΓΌberwacht, um Angreifer zu erkennen und den Schaden zu begrenzen, falls interne Systeme kompromittiert wurden. Durch effektive Überwachung lΓ€sst sich die β€žDurchdringungszeitβ€œ verkΓΌrzen, d.β€―h. die Zeit, die ein Hacker benΓΆtigt, um nach dem ersten Eindringen in eine Anwendung oder ein GerΓ€t lateral vorzudringen oder seine Berechtigungen zu erweitern.

Zero-Trust-Überwachungsstrategien müssen automatisierte Komponenten, die üblicherweise auf der Erstellung von Verhaltensprofilen und der Erkennung von Anomalien beruhen, sowie eine schnelle Analyse von und Reaktion auf VorfÀlle durch Sicherheitsanalysten vorsehen.

4. Mikrosegmentierung

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Zero-Trust-Modells ist die Mikrosegmentierung des Netzwerks. Bei der Mikrosegmentierung werden isolierte Bereiche innerhalb des Netzwerks eingerichtet, die Verbindungen innerhalb jedes einzelnen Bereichs zulassen, aber Verbindungen zwischen diesen Bereichen blockieren. Das bedeutet, dass ein Benutzer oder eine EntitΓ€t nach der Autorisierung fΓΌr den Zugriff auf das Netzwerk nur in einem bestimmten, isolierten Bereich agieren kann. Es gibt dabei keine MΓΆglichkeit, sich lateral zu bewegen und auf andere Systeme zuzugreifen.

Wichtig bei der Mikrosegmentierung ist, dass sie automatisiert ablÀuft und zentral von der Zero-Trust-Lâsung kontrolliert wird. Schließlich muss die Zero-Trust-Technologie in der Lage sein, die Mikrosegmentierung dynamisch an sich Àndernde Sicherheitsrichtlinien und aktuelle Sicherheitsbedingungen anzupassen.

5. Vertrauenswürdige Zonen und standardmÀßige Zugriffskontrollen

Trusted Internet Connection (TIC) 3.0 ist die neueste Version einer Initiative der US-Bundesregierung zur Standardisierung des Managements von externen Netzwerkverbindungen. Mithilfe von TIC kânnen Unternehmen ihr Netzwerk in vertrauenswürdige Zonen einteilen und den Benutzern die Datenfreigabe innerhalb dieser Zonen mit zentral definierten, standardmÀßigen Zugriffskontrollen ermâglichen. Gleichzeitig ist der Austausch zwischen den Zonen untersagt.

VertrauenswΓΌrdige Zonen kΓΆnnen nur verwendet werden, wenn der gesamte Netzwerkdatenverkehr verschlΓΌsselt ist und der Zugriff auf alle Systeme zentral durch eine Zero-Trust-LΓΆsung kontrolliert wird.

Zero-Trust-Sicherheitsmodell mit Cato SASE Cloud

Die Zero-Trust-Lâsung von Cato, Cato SDP, stellt ein Zero-Trust-Netzwerk für den sicheren Zugriff auf lokale und cloudbasierte Anwendungen über jedes GerÀt bereit. Über einen Cato-Client oder per clientlosem Browserzugriff verbinden sich die Benutzer sicher über eine mehrstufige Authentifizierung mit dem nÀchsten Cato-PoP.

Cato SDP ist in die SASE-Plattform von Cato integriert und bietet die folgenden wichtigen Vorteile:

  • Skalierbarkeit:Β Cato SDP lΓ€sst sich umgehend skalieren, um einen optimierten und sicheren Zugriff auf eine unbegrenzte Anzahl von Benutzern, GerΓ€ten und Standorten zu unterstΓΌtzen, ohne dafΓΌr eine erweiterte Infrastruktur zu benΓΆtigen.
  • Zugriff und Authentifizierung:Β Cato SDP setzt eine mehrstufige Authentifizierung und differenzierte Richtlinien fΓΌr den Anwendungszugriff durch, die den Zugang zu autorisierten Anwendungen sowohl lokal als auch in der Cloud beschrΓ€nken. Da die Benutzer keinen Zugriff auf die Netzwerkschicht haben, wird das Risiko erheblich verringert.
  • Abwehr von Bedrohungen:Β Cato SDP bietet permanenten Schutz vor Angriffen und wendet Deep Packet Inspection (DPI) zur Abwehr von Bedrohungen auf den gesamten Datenverkehr an. Der Schutz vor Bedrohungen wird nahtlos auf den Internet- und Anwendungszugriff ausgeweitet, unabhΓ€ngig davon, ob dieser im Unternehmen selbst oder in der Cloud erfolgt.
  • Leistung:Β Mit Cato SDP kΓΆnnen Remotebenutzer ΓΌber ein globales privates Backbone-Netzwerk auf Unternehmensressourcen zugreifen, anstatt ΓΌber unzuverlΓ€ssige ΓΆffentliche Internetverbindungen. Dies sorgt fΓΌr eine konsistente und optimale Umgebung fΓΌr alle Benutzer, ΓΌberall.

FAQ

  • Was ist Zero Trust Network Access (ZTNA)?

    Zero Trust Network Access ist ein neuer Ansatz fΓΌr einen sicheren Zugriff auf Anwendungen und Services. ZTNA verweigert grundsΓ€tzlich den Zugriff auf eine Ressource, es sei denn, er ist ausdrΓΌcklich erlaubt. Dieser Ansatz ermΓΆglicht die Umsetzung strengerer Sicherheitsstandards im Netzwerk und eine Mikrosegmentierung, die im Falle eines Angriffs auf das System laterale AktivitΓ€ten einschrΓ€nken kann.

  • Wie unterscheidet sich ZTNA von Software-Defined Perimeter (SDP)?

    SDP und ZTNA sind heute praktisch identisch. Beide schaffen eine Architektur, die jedem und allem den Zugriff auf eine Ressource verweigert, sofern dies nicht ausdrΓΌcklich gestattet wurde.

  • Warum ist ZTNA von Bedeutung?

    ZTNA ist nicht nur sicherer als herkΓΆmmliche NetzwerklΓΆsungen, sondern auch fΓΌr die GeschΓ€ftsanforderungen von heute konzipiert. Benutzer arbeiten inzwischen ΓΌberall – nicht nur in BΓΌros – und Anwendungen und Daten werden immer hΓ€ufiger in die Cloud verlagert. Daher mΓΌssen ZugriffslΓΆsungen diesem Wandel Rechnung tragen. Mit ZTNA lΓ€sst sich der Anwendungszugriff dynamisch je nach BenutzeridentitΓ€t, Standort, GerΓ€tetyp und anderen Faktoren anpassen.

  • Wie funktioniert ZTNA?

    ZTNA verwendet prÀzise Zugriffsrichtlinien auf Anwendungsebene, die für alle Benutzer und GerÀte auf standardmÀßige Verweigerung eingestellt sind. Ein Benutzer stellt eine Verbindung zu einem Zero-Trust-Controller her und authentifiziert sich bei diesem. Dieser setzt die entsprechende Sicherheitsrichtlinie um und überprüft die GerÀteattribute. Erfüllen Benutzer und GerÀt die vorgegebenen Anforderungen, wird der Zugriff auf bestimmte Anwendungen und Netzwerkressourcen auf der Grundlage der BenutzeridentitÀt gewÀhrt. Der Benutzer- und GerÀtestatus wird fortlaufend verifiziert, um den Zugang aufrechtzuerhalten.

  • Wie unterscheidet sich ZTNA von VPN?

    ZTNA folgt einem Ansatz zur IdentitÀtsauthentifizierung, bei dem alle Benutzer und EndgerÀte verifiziert und authentifiziert werden, bevor ihnen der Zugriff auf netzwerkbasierte Ressourcen gewÀhrt wird. Die User kânnen nur die jeweiligen Ressourcen ansehen und darauf zugreifen, die gemÀß der Richtlinie für sie zugelassen sind.

    Ein VPN ist eine private Netzwerkverbindung, die auf einem virtuellen sicheren Tunnel zwischen dem Benutzer und einem allgemeinen Endpunkt im Netzwerk basiert. Der Zugriff basiert auf den Anmeldedaten des Benutzers. Sobald ein Benutzer eine Verbindung zum Netzwerk hergestellt hat, kann er alle Ressourcen des Netzwerks einsehen, da der Zugriff nur durch ein Passwort eingeschrΓ€nkt ist.

  • Wie wird ZTNA implementiert?

    Bei der clientinitiierten ZTNA-Implementierung sendet ein Agent, der auf einem autorisierten GerΓ€t installiert ist, Informationen ΓΌber den Sicherheitskontext dieses GerΓ€ts an einen Controller. Der Controller fordert den User des EndgerΓ€ts zur Authentifizierung auf. Nachdem sowohl der User, als auch das EnderΓ€t authentifiziert sind, stellt der Controller die Verbindung vom EnderΓ€t ΓΌber ein Gateway her, z. B. ΓΌber eine Next-Generation Firewall, die mehrere Sicherheitsrichtlinien durchsetzen kann. Der User kann nur auf Anwendungen zugreifen, die ausdrΓΌcklich zugelassen sind.

    Bei einer serviceinitiierten ZTNA-Implementierung ist ein Connector im selben Netzwerk wie die Anwendung installiert, der eine ausgehende Verbindung zur Cloud des Anbieters herstellt. User, die auf die Anwendung zugreifen mâchten, werden durch einen Service in der Cloud authentifiziert. Anschließend erfolgt eine Validierung durch eine IdentitÀtsmanagementlâsung. Der Anwendungsdatenverkehr wird über die Cloud des Anbieters geleitet, wodurch dieser vor direktem Zugriff und Angriffen über einen Proxy geschützt ist. Auf dem GerÀt des Users wird kein Agent benâtigt.

  • Wird ZTNA die SASE-LΓΆsung ersetzen?

    ZTNA ist lediglich ein kleiner Bestandteil der SASE-LΓΆsung. Sobald die User autorisiert und mit dem Netzwerk verbunden sind, mΓΌssen immer noch Maßnahmen zum Schutz vor netzwerkbasierten Bedrohungen ergriffen werden. IT-Verantwortliche benΓΆtigen dazu die richtige Infrastruktur und Optimierungsfunktionen, um eine sichere User Erfahrung zu gewΓ€hrleisten. Und sie mΓΌssen nach wie vor die gesamte Umgebung verwalten. Diese Herausforderungen meistert die SASE-LΓΆsung durch die Kombination von ZTNA mit einer umfassenden Suite von Security Services – NGFW, SWG, Anti-Malware-Programme und MDR – und mit Netzwerkservices wie SD-WAN, WAN-Optimierung und Bandbreitenaggregation.

  • Welche Sicherheitsfunktionen fehlen bei ZTNA?

    ZTNA erfΓΌllt die Anforderungen an einen sicheren Netzwerk- und Anwendungszugriff, bietet jedoch keine Sicherheitsfunktionen wie die Suche nach Malware, die Erkennung und Behebung von Cyberbedrohungen, den Schutz von internetfΓ€higen EnderΓ€ten vor Infektionen und die Durchsetzung von Unternehmensrichtlinien fΓΌr den gesamten Netzwerkdatenverkehrs. Aus diesem Grund ist die ganze Palette an Sicherheitsservices der SASE-LΓΆsung eine ErgΓ€nzung zu ZTNA.

  • Wie arbeiten Zero Trust und SASE zusammen?

    Mit SASE wird die Funktion des Zero-Trust-Controllers in den SASE-PoP integriert. Somit ist kein separater Connector erforderlich. Die EndgerΓ€te stellen eine Verbindung zum SASE-PoP her, werden validiert und die User erhalten nur Zugriff auf die Anwendungen (und Standorte), die von der Sicherheitsrichtlinie in der Next-Generation Firewall (NGFW) und dem Secure Web Gateway (SWG) der SASE-Architektur zugelassen sind.

    Weitere Sicherheits- und Netzwerkanforderungen erfΓΌllt die SASE-LΓΆsung durch die Kombination von ZTNA mit einer umfassenden Suite von Sicherheitsservices – NGFW, SWG, Anti-Malware-Programmen und MDR – und mit Netzwerkservices wie SD-WAN, WAN-Optimierung und Bandbreitenaggregation. Unternehmen, die die SASE-Architektur nutzen, erhalten so die Vorteile von Zero Trust Network Access sowie eine umfassende Auswahl an Netzwerk- und SicherheitslΓΆsungen in einem Paket, das einfach zu verwalten, optimiert und Γ€ußerst skalierbar ist.