ZTNA: Zero Trust Network Access

Zero-Trust-Prinzipien: Was bedeutet Zero Trust?

Was bedeutet Zero Trust?

In der Vergangenheit haben viele Unternehmen eine vertrauensbasierte, auf die Netzwerkgrenzen ausgerichtete Sicherheitsstrategie eingefΓΌhrt. Durch den Einsatz von SicherheitslΓΆsungen in den Randbereichen des Netzwerks versuchen sie, Bedrohungen vom Netzwerk fernzuhalten. Gleichzeitig wird davon ausgegangen, dass alle Benutzer innerhalb des Netzwerks vertrauenswΓΌrdig sind und uneingeschrΓ€nkten Zugriff auf die Ressourcen des Unternehmens haben sollten. Dieser Sicherheitsansatz bringt jedoch mehrere EinschrΓ€nkungen mit sich, wie die Aufweichung der Netzwerkgrenzen, die Gefahr von Insider-Bedrohungen und den unzureichenden Schutz bestehender SicherheitslΓΆsungen.

Das Zero-Trust-Sicherheitsmodell wurde entwickelt, um diese Schwachstellen zu beseitigen. Dazu wird eine Sicherheitsstrategie eingefΓΌhrt, die auf dem Ansatz β€žVertrauen ist gut, aber Kontrolle ist besserβ€œ aufbaut. Anstatt unbegrenzten Zugriff auf Unternehmensressourcen zu gewΓ€hren, wird der Zugriff bei der Zero-Trust-Sicherheitsstrategie fΓΌr EinzelfΓ€lle gewΓ€hrt. Diese Zugriffsentscheidungen basieren auf rollenbasierten Zugriffskontrollen (Role-Based Access Controls, RBACs). Diese erteilen Benutzern nur die Zugriffsrechte und Berechtigungen, die sie fΓΌr ihre jeweilige TΓ€tigkeit benΓΆtigen.

Der Übergang vom Konzept zur praktischen Umsetzung von Zero Trust erfordert die Implementierung einer Zero-Trust-Architektur und die Auswahl geeigneter Tools, mit denen sich Zero-Trust-Regeln unternehmensweit durchsetzen lassen.

Ein Beispiel fΓΌr eine der wichtigsten Komponenten einer Zero-Trust-Architektur istΒ Zero Trust Network Access (ZTNA), auch bekannt als Software-Defined Perimeter (SDP). ZTNA/SDP wendet die Zero-Trust-Prinzipien auf Remotenetzwerkzugriffe an. Im Gegensatz zu herkΓΆmmlichen LΓΆsungen wie virtuellen privaten Netzwerken (VPNs), die berechtigten Benutzern uneingeschrΓ€nkten Netzwerkzugriff erlauben, gewΓ€hrt ZTNA/SDP den Zugriff auf bestimmte Ressourcen nur in EinzelfΓ€llen.

Allerdings ist ZTNA nur dann wirklich effektiv, wenn der Ansatz in der gesamten IT-Infrastruktur konsequent verfolgt und durchgesetzt wird. Die durchΒ ZTNA gebotenen MΓΆglichkeiten von SASEΒ erfΓΌllen die Anforderungen von sich verΓ€ndernden Arbeitsumgebungen mitΒ verschiedenen LΓΆsungen.

Die Bedeutung des Zero-Trust-Sicherheitsmodells

HerkΓΆmmliche Sicherheitskonzepte schΓΌtzen inzwischen nicht mehr wirksam vor den neuesten Cyberbedrohungen. Mittlerweile kommt es regelmÀßig zu Ransomware-Angriffen, wobei mangelhafte Authentifizierungsmaßnahmen und Zugriffskontrollen beiΒ RDP am hΓ€ufigsten ausgenutzt werden.Β 52β€―% der US-amerikanischen Unternehmen haben mit Insider-Bedrohungen zu kΓ€mpfen, die von perimeterorientierten SicherheitslΓΆsungen nicht erkannt werden.

Die Implementierung von Zero-Trust-Prinzipien ist fΓΌr ein Unternehmen die effektivste MΓΆglichkeit, den Zugriff auf die IT-Ressourcen zu kontrollieren. Die Zero-Trust-Strategie setzt auf verschiedene Methoden, um gΓ€ngige Angriffsvektoren zu erkennen und zu blockieren. Hier sind einige Beispiele:

  • Strenge IdentitΓ€tsprΓΌfung:Β Die von Zero-Trust-SicherheitslΓΆsungen getroffenen Zugriffsentscheidungen werden durch RBACs festgelegt. Zur Ermittlung der anzuwendenden RBACs mΓΌssen diese Systeme die IdentitΓ€t der anfragenden Person ΓΌberprΓΌfen. Zero-Trust-Systeme bieten eine sichere Benutzerauthentifizierung – einschließlich mehrstufiger Authentifizierung (MFA) –, um zu ΓΌberprΓΌfen, ob die anfragende Person tatsΓ€chlich diejenige ist, die sie vorgibt zu sein, und ob sie dazu berechtigt ist.
  • Verhaltensanalysen:β€―Angriffe mit der Übernahme von Benutzerkonten sind eine hΓ€ufige Bedrohung und die Quelle vieler Ransomware-Angriffe, die RDP fΓΌr den Einstieg nutzen. Findet ein Angreifer die richtigen Anmeldedaten fΓΌr ein Benutzerkonto heraus, dann kann er sich beim System anmelden. Ein Zero-Trust-System nutzt Verhaltensanalysen, um Benutzer auf Anomalien oder Abweichungen von der normalen Nutzung zu ΓΌberwachen. Beispielsweise wΓ€re dies eine Anmeldung von einem unΓΌblichen Ort aus oder der Zugriff auf untypische Ressourcen. Werden solche Anomalien festgestellt, kΓΆnnen Maßnahmen ergriffen werden, um ein mΓΆgliches Eindringen zu untersuchen oder darauf zu reagieren.
  • Mikrosegmentierung:Β Zugriffskontrollen und Sicherheitsrichtlinien werden grâßtenteils an den Netzwerkgrenzen umgesetzt. Das bedeutet, dass perimeterorientierte LΓΆsungen nur wenig oder gar keinen Einblick in das Netzwerk haben und auch nicht in der Lage sind, interne Sicherheitsmaßnahmen durchzusetzen. Zero-Trust-SicherheitslΓΆsungen wenden hΓ€ufig eine Mikrosegmentierung an, um die einzelnen Ressourcen abzugrenzen und prΓ€zise Sicherheitskontrollen durchzusetzen.
  • Least-Privilege-Zugriffskontrollen:Β 53 % der US-amerikanischenΒ Unternehmen haben bereits Erfahrungen mit dem Diebstahl von Anmeldedaten autorisierter Benutzer gemacht, die fΓΌr den Zugriff auf vertrauliche Daten verwendet werden kΓΆnnen. Das Zero-Trust-Sicherheitsmodell basiert auf dem Prinzip der minimalen Berechtigung (Least-Privilege-Prinzip), das besagt, dass Benutzer, Anwendungen und dergleichen nur ΓΌber die absolut notwendigen Berechtigungen verfΓΌgen sollten, die sie fΓΌr ihre Aufgaben benΓΆtigen.

Bisherige Sicherheitsmodelle und Sicherheitskontrollen waren in der Vergangenheit unzureichend, und mit der zunehmenden KomplexitÀt von Unternehmensnetzwerken wird dieses Problem sogar noch grâßer. Heutige Unternehmensnetzwerke umfassen mehrere Umgebungen, wie zum Beispiel lokale, cloudbasierte und externe Ressourcen. Um diese Umgebungen vor Cyberangriffen zu schützen, sind umfassende Einblicke und prÀzise Schutzmaßnahmen erforderlich, wie sie eine Zero-Trust-Architektur bietet.

Wichtigste Prinzipien des Zero-Trust-Modells

Der Begriff β€žZero Trustβ€œ wurde von Forrester geprΓ€gt, um eine neue Strategie fΓΌr mehr Cybersicherheit zu beschreiben. Zu den Kernfunktionen einer Zero-Trust-Architektur gehΓΆren:

  • Identifizieren:β€―Eine funktionierende Zero-Trust-Architektur setzt fundierte Kenntnisse der Unternehmensumgebung und ihrer Nutzung voraus. Dazu gehΓΆrt die Identifizierung der GerΓ€te im Unternehmensnetzwerk und ihrer Interaktionen, sodass zuverlΓ€ssige Zero-Trust-Richtlinien erstellt werden kΓΆnnen.
  • SchΓΌtzen:β€―Eine Zero-Trust-Strategie schΓΌtzt vor Cyberbedrohungen, indem die Zugriffsrechte auf Unternehmensressourcen kontrolliert werden. Durch das Blockieren unzulΓ€ssiger Aktionen kann sie dazu beitragen, versuchte Angriffe oder den unbefugten Zugriff auf vertrauliche Daten zu verhindern.
  • Erkennen:β€―Zero-Trust-LΓΆsungen ermΓΆglichen tiefe Einblicke in die Umgebung und AktivitΓ€ten eines Unternehmens. Anhand von blockierten Anfragen oder anderen anomalen AktivitΓ€ten kann ein Unternehmen so potenzielle Eindringlinge erkennen.
  • Reagieren:β€―Zero-Trust-LΓΆsungen unterstΓΌtzen auch die Reaktion auf Incidents, z.β€―B., wenn eine Bedrohung in der GeschΓ€ftsumgebung erkannt wird. Dann kΓΆnnen etwa neue Zugriffskontrollen eingerichtet werden, um schΓ€dliche AktivitΓ€ten oder einen mΓΆglichen Missbrauch von Berechtigungen zu verhindern.

Von Forrester und Gartner gibt es verschiedene VerΓΆffentlichungen zum Thema β€žZero Trustβ€œ, die auch Empfehlungen zur Wahl der passenden LΓΆsung fΓΌr die Implementierung einer Zero-Trust-Architektur enthalten. Zum Beispiel bietet derΒ ZTNA-Marktleitfaden von GartnerΒ eine Anleitung zur Auswahl sicherer RemotezugriffslΓΆsungen, die Zero-Trust-Prinzipien anwenden.

Schritte zur Zero-Trust-Architektur

#1. GeschΓ€ftsanforderungen ermitteln

Ziel des Zero-Trust-Sicherheitsmodells ist es, Sicherheit und ProduktivitΓ€t in Einklang zu bringen. Einerseits ermΓΆglicht das Zero-Trust-Modell den Mitarbeitern, ungehindert ihren TΓ€tigkeiten nachzugehen. Andererseits muss jeder unbefugte Zugriff auf und jede unbefugte Nutzung von Unternehmensressourcen durch die Zero-Trust-Sicherheitskontrollen des Unternehmens blockiert werden.

Daher ist es notwendig, genau zu klΓ€ren, welche GeschΓ€ftsanforderungen vorliegen. Nur so kann eine Zero-Trust-LΓΆsung erfolgreich umgesetzt werden. Ein Unternehmen mit Remotemitarbeitern muss beispielsweise wissen, wie diese die Unternehmensressourcen nutzen und wieΒ ZTNA zu konfigurierenΒ ist. Im Hinblick auf die Sicherheit mΓΌssen Faktoren wie die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, insbesondere auch durch die verteilte Belegschaft, beachtet werden.

#2.Β VollstΓ€ndiges Bestandsverzeichnis erstellen

Eine Zero-Trust-Sicherheitsstrategie ist so konzipiert, dass der Zugriff auf alle Unternehmensressourcen nach dem Prinzip der minimalen Berechtigung (Least-Privilege-Prinzip) verwaltet wird. Deshalb ist es wichtig, vor der Ausarbeitung einer Zero-Trust-Strategie ein Bestandsverzeichnis aller Unternehmensressourcen zu erstellen. So lΓ€sst sich der Umfang der Zero-Trust-Implementierung genau festlegen und sicherstellen, dass die richtigen SicherheitslΓΆsungen vorhanden sind, um die Zero-Trust-Richtlinien in der gesamten Umgebung konsistent und erfolgreich durchzusetzen. Zudem ist dieses Bestandsverzeichnis fΓΌr die Festlegung von RBACs im Zero-Trust-System sehr hilfreich.

#3. Vorausschauend planen: PrΓ€vention

PrΓ€vention ist die beste Form der Cybersicherheit. Auf der Erkennung basierende Sicherheitskontrollen reagieren erst, wenn ein Angriff bereits stattfindet. Dagegen kann durch PrΓ€vention verhindert werden, dass der Angreifer jemals in die Systeme des Unternehmens vordringt oder irgendeinen Schaden anrichtet.

Das A und O der PrΓ€vention ist die Identifizierung potenzieller Angriffsszenarien und die Einrichtung entsprechender Sicherheitsvorkehrungen. Der Trend zur Arbeit im Home-Office als Folge der Corona-Pandemie hat beispielsweise dazu gefΓΌhrt, dass Cyberangriffe meistens auf Arbeitnehmer abzielen. Unternehmen, die ihreΒ Remotemitarbeiter mit Zero-Trust-ZugriffslΓΆsungen schΓΌtzen, sind seltener durch Angriffe auf die Computer dieser Mitarbeiter bedroht.

#4. Kontinuierliche Überwachung und Reaktionsschnelligkeit sicherstellen

Eine Zero-Trust-Sicherheitsarchitektur verschafft einem Unternehmen einen umfassenden Einblick in die Nutzung der IT-Ressourcen. Da jede Ressourcenanforderung mit RBACs validiert wird, lassen sich die VorgΓ€nge in der IT-Umgebung nachvollziehen.

Diese detaillierten Einblicke sind fΓΌr die Erkennung potenzieller Eindringlinge oder des Missbrauchs von Berechtigungen von unschΓ€tzbarem Wert – doch sind sie nur nΓΌtzlich, wenn diese Ereignisse auch tatsΓ€chlich ΓΌberwacht werden. Im Rahmen einer Zero-Trust-Strategie ist es wichtig, einen Plan zu erarbeiten, der die Überwachung von Zero-Trust-LΓΆsungen und die Abwehr potenzieller Eindringlinge ermΓΆglicht, bevor diese dem Unternehmen einen erheblichen Schaden zufΓΌgen.

#5. An die allgemeine Sicherheitsstrategie anpassen

Die Umsetzung einer Zero-Trust-Sicherheitsstrategie kann die IT-Sicherheit eines Unternehmens erheblich verbessern. Ein Zero-Trust-Programm ist jedoch nur eine der Komponenten einer Sicherheitsstrategie oder, allgemeiner betrachtet, einer IT-Strategie.

Bei der Ausarbeitung einer Zero-Trust-Sicherheitsstrategie ist es daher unerlΓ€sslich, diese mit der Sicherheitsstrategie und derΒ IT-NetzwerkstrategieΒ des Unternehmens in Einklang zu bringen. Wenn die Ziele ΓΌbereinstimmen und gegebenenfalls dieselben LΓΆsungen fΓΌr verschiedene Anwendungsbereiche eingesetzt werden kΓΆnnen, vereinfacht dies die Umsetzung und verbessert die Nachhaltigkeit der Zero-Trust-Strategie.

Herausforderungen der Zero-Trust-Strategie

Viele Unternehmen haben die Vorteile einer Zero-Trust-Sicherheitsstrategie erkannt, aber die meisten haben diese noch nicht umgesetzt. Das liegt daran, dass die Implementierung einer solchen Strategie aus verschiedenen GrΓΌnden schwierig sein kann:

  • Gestaltung einer Zero-Trust-Architektur:β€―Eine effiziente Zero-Trust-Architektur ist eine Architektur, die die Zero-Trust-Prinzipien konsistent in der gesamten IT-Umgebung durchsetzt. Ohne die passenden LΓΆsungen lΓ€sst sich dies nur schwer erreichen und hat eine komplexe und aufwendig zu verwaltende Sicherheitsarchitektur zur Folge.
  • Außerbetriebnahme Γ€lterer LΓΆsungen:β€―Viele Unternehmen haben in verschiedene SicherheitspunktlΓΆsungen investiert, die fΓΌr perimeterorientierte Sicherheitsstrategien entwickelt wurden. Die Umstellung auf eine Zero-Trust-Architektur bedingt die schrittweise Außerbetriebnahme dieser veralteten LΓΆsungen. Dies kann Probleme mit sich bringen, da zum Beispiel Investitionen in die Technologie getΓ€tigt wurden oder Vertragslaufzeiten einzuhalten sind.
  • Definition von Zugriffskontrollen:β€―Bei einer Zero-Trust-Sicherheitsstrategie geht es vor allem um Zugriffskontrollen. Wenn Unternehmen eine Zero-Trust-Architektur gestalten, benΓΆtigen sie LΓΆsungen, mit denen sie die erforderlichen Einblicke in die Ressourcennutzung erhalten und entsprechende Zugriffskontrollen definieren kΓΆnnen.

Alle diese Aspekte kânnen für Unternehmen, die auf ein Zero-Trust-Sicherheitsmodell umschwenken wollen, große Herausforderungen mit sich bringen. Mit den richtigen Tools und der passenden Strategie lassen sich diese jedoch gut meistern.

Bereitstellung einer Zero-Trust-Architektur mit SASE

Durch die Implementierung einer Zero-Trust-Architektur ergeben sich fΓΌr ein Unternehmen zahlreiche Sicherheitsvorteile. FΓΌr die wirksame Umsetzung und Durchsetzung von Zero-Trust-Prinzipien innerhalb eines Unternehmens ist jedoch der Zugriff auf die richtigen Sicherheitstools erforderlich.

In der heutigen Welt, in der Arbeiten im Home-Office und unterwegs zur NormalitÀt geworden ist, ist der sichere Remotezugriff eine zentrale Sicherheitsmaßnahme. Unternehmen, die eine Zero-Trust-Lâsung für ihre RemotearbeitskrÀfte bereitstellen mâchten, sind gut beraten, sich mit den ZTNA-Funktionen von SASE auseinanderzusetzen. Wenn Sie mehr über die Umsetzung einer Zero-Trust-Strategie für Ihr verteiltes Unternehmen mithilfe von SASE erfahren mâchten, kânnen Sie gerne eine Demo zu Cato Cloud buchen oder uns direkt kontaktieren.

FAQ

  • Was ist Zero Trust Network Access (ZTNA)?

    Zero Trust Network Access ist ein neuer Ansatz fΓΌr einen sicheren Zugriff auf Anwendungen und Services. ZTNA verweigert grundsΓ€tzlich den Zugriff auf eine Ressource, es sei denn, er ist ausdrΓΌcklich erlaubt. Dieser Ansatz ermΓΆglicht die Umsetzung strengerer Sicherheitsstandards im Netzwerk und eine Mikrosegmentierung, die im Falle eines Angriffs auf das System laterale AktivitΓ€ten einschrΓ€nken kann.

  • Wie unterscheidet sich ZTNA von Software-Defined Perimeter (SDP)?

    SDP und ZTNA sind heute praktisch identisch. Beide schaffen eine Architektur, die jedem und allem den Zugriff auf eine Ressource verweigert, sofern dies nicht ausdrΓΌcklich gestattet wurde.

  • Warum ist ZTNA von Bedeutung?

    ZTNA ist nicht nur sicherer als herkΓΆmmliche NetzwerklΓΆsungen, sondern auch fΓΌr die GeschΓ€ftsanforderungen von heute konzipiert. Benutzer arbeiten inzwischen ΓΌberall – nicht nur in BΓΌros – und Anwendungen und Daten werden immer hΓ€ufiger in die Cloud verlagert. Daher mΓΌssen ZugriffslΓΆsungen diesem Wandel Rechnung tragen. Mit ZTNA lΓ€sst sich der Anwendungszugriff dynamisch je nach BenutzeridentitΓ€t, Standort, GerΓ€tetyp und anderen Faktoren anpassen.

  • Wie funktioniert ZTNA?

    ZTNA verwendet prÀzise Zugriffsrichtlinien auf Anwendungsebene, die für alle Benutzer und GerÀte auf standardmÀßige Verweigerung eingestellt sind. Ein Benutzer stellt eine Verbindung zu einem Zero-Trust-Controller her und authentifiziert sich bei diesem. Dieser setzt die entsprechende Sicherheitsrichtlinie um und überprüft die GerÀteattribute. Erfüllen Benutzer und GerÀt die vorgegebenen Anforderungen, wird der Zugriff auf bestimmte Anwendungen und Netzwerkressourcen auf der Grundlage der BenutzeridentitÀt gewÀhrt. Der Benutzer- und GerÀtestatus wird fortlaufend verifiziert, um den Zugang aufrechtzuerhalten.

  • Wie unterscheidet sich ZTNA von VPN?

    ZTNA folgt einem Ansatz zur IdentitÀtsauthentifizierung, bei dem alle Benutzer und EndgerÀte verifiziert und authentifiziert werden, bevor ihnen der Zugriff auf netzwerkbasierte Ressourcen gewÀhrt wird. Die User kânnen nur die jeweiligen Ressourcen ansehen und darauf zugreifen, die gemÀß der Richtlinie für sie zugelassen sind.

    Ein VPN ist eine private Netzwerkverbindung, die auf einem virtuellen sicheren Tunnel zwischen dem Benutzer und einem allgemeinen Endpunkt im Netzwerk basiert. Der Zugriff basiert auf den Anmeldedaten des Benutzers. Sobald ein Benutzer eine Verbindung zum Netzwerk hergestellt hat, kann er alle Ressourcen des Netzwerks einsehen, da der Zugriff nur durch ein Passwort eingeschrΓ€nkt ist.

  • Wie wird ZTNA implementiert?

    Bei der clientinitiierten ZTNA-Implementierung sendet ein Agent, der auf einem autorisierten GerΓ€t installiert ist, Informationen ΓΌber den Sicherheitskontext dieses GerΓ€ts an einen Controller. Der Controller fordert den User des EndgerΓ€ts zur Authentifizierung auf. Nachdem sowohl der User, als auch das EnderΓ€t authentifiziert sind, stellt der Controller die Verbindung vom EnderΓ€t ΓΌber ein Gateway her, z. B. ΓΌber eine Next-Generation Firewall, die mehrere Sicherheitsrichtlinien durchsetzen kann. Der User kann nur auf Anwendungen zugreifen, die ausdrΓΌcklich zugelassen sind.

    Bei einer serviceinitiierten ZTNA-Implementierung ist ein Connector im selben Netzwerk wie die Anwendung installiert, der eine ausgehende Verbindung zur Cloud des Anbieters herstellt. User, die auf die Anwendung zugreifen mâchten, werden durch einen Service in der Cloud authentifiziert. Anschließend erfolgt eine Validierung durch eine IdentitÀtsmanagementlâsung. Der Anwendungsdatenverkehr wird über die Cloud des Anbieters geleitet, wodurch dieser vor direktem Zugriff und Angriffen über einen Proxy geschützt ist. Auf dem GerÀt des Users wird kein Agent benâtigt.

  • Wird ZTNA die SASE-LΓΆsung ersetzen?

    ZTNA ist lediglich ein kleiner Bestandteil der SASE-LΓΆsung. Sobald die User autorisiert und mit dem Netzwerk verbunden sind, mΓΌssen immer noch Maßnahmen zum Schutz vor netzwerkbasierten Bedrohungen ergriffen werden. IT-Verantwortliche benΓΆtigen dazu die richtige Infrastruktur und Optimierungsfunktionen, um eine sichere User Erfahrung zu gewΓ€hrleisten. Und sie mΓΌssen nach wie vor die gesamte Umgebung verwalten. Diese Herausforderungen meistert die SASE-LΓΆsung durch die Kombination von ZTNA mit einer umfassenden Suite von Security Services – NGFW, SWG, Anti-Malware-Programme und MDR – und mit Netzwerkservices wie SD-WAN, WAN-Optimierung und Bandbreitenaggregation.

  • Welche Sicherheitsfunktionen fehlen bei ZTNA?

    ZTNA erfΓΌllt die Anforderungen an einen sicheren Netzwerk- und Anwendungszugriff, bietet jedoch keine Sicherheitsfunktionen wie die Suche nach Malware, die Erkennung und Behebung von Cyberbedrohungen, den Schutz von internetfΓ€higen EnderΓ€ten vor Infektionen und die Durchsetzung von Unternehmensrichtlinien fΓΌr den gesamten Netzwerkdatenverkehrs. Aus diesem Grund ist die ganze Palette an Sicherheitsservices der SASE-LΓΆsung eine ErgΓ€nzung zu ZTNA.

  • Wie arbeiten Zero Trust und SASE zusammen?

    Mit SASE wird die Funktion des Zero-Trust-Controllers in den SASE-PoP integriert. Somit ist kein separater Connector erforderlich. Die EndgerΓ€te stellen eine Verbindung zum SASE-PoP her, werden validiert und die User erhalten nur Zugriff auf die Anwendungen (und Standorte), die von der Sicherheitsrichtlinie in der Next-Generation Firewall (NGFW) und dem Secure Web Gateway (SWG) der SASE-Architektur zugelassen sind.

    Weitere Sicherheits- und Netzwerkanforderungen erfΓΌllt die SASE-LΓΆsung durch die Kombination von ZTNA mit einer umfassenden Suite von Sicherheitsservices – NGFW, SWG, Anti-Malware-Programmen und MDR – und mit Netzwerkservices wie SD-WAN, WAN-Optimierung und Bandbreitenaggregation. Unternehmen, die die SASE-Architektur nutzen, erhalten so die Vorteile von Zero Trust Network Access sowie eine umfassende Auswahl an Netzwerk- und SicherheitslΓΆsungen in einem Paket, das einfach zu verwalten, optimiert und Γ€ußerst skalierbar ist.